Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei Herzmuskelschwäche

Die Herzspezialisten Prof. Dr. med. Jürg Grünenfelder und Prof. Dr. med. Roberto Corti erläutern die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei Herzmuskelschwäche.

 
 

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei Herzmuskelschwäche

Geschwächte Herzen sind anfällig für Reizleitungsstörungen. Diese führen dazu, dass die linke und die rechte Herzhälfte nicht mehr gleichzeitig schlagen. Die linke Herzkammer hinkt der rechten nach, und das Herz muss verstärkt pumpen.

Eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bietet sich an. Sie hat zum Ziel, die Synchronie der linken und rechten unteren Herzkammern zu verbessern. Hierzu wird ein biventrikulärer, also beide Herzkammern stimulierender Herzschrittmacher implantiert.

Dieser umfasst nicht wie ein herkömmlicher Herzschrittmacher zwei Elektroden, sondern drei. Die zusätzliche Elektrode wird in eine Koronarvene, eine übers Herz verlaufende Vene in der linken Herzkammer eingesetzt. Dies geschieht via Vene oder einem thorakoskopischen Zugang, einen minimalen Einstich in den Brustkorb.

Dank dieser dritten Elektrode ist es möglich, beide Herzkammern ohne Unterbruch zu stimulieren. Diese Anregung entlastet das Herz. Für den Eingriff ist ein Spitalaufenthalt von ein bis drei Tagen nötig.
 
 

Die Resynchronisationstherapie ist neuartig und richtet sich insbesondere an Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium II–IV). Weitere strenge Kriterien gelten, und eine exakte Abklärung lohnt sich. Schätzungen zufolge wird weniger als die Hälfte aller Patienten, die für eine Resynchronisationstherapie infrage kämen, tatsächlich entsprechend versorgt.


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