Was bringt der Herz Check Up an der Herzklinik Hirslanden?

Die Herzspezialisten Prof. Dr. med. Georg Noll, PD Dr. med. Patric Biaggi, Dr. med. Silke Küest und PD Dr. med. David Hürlimann erläutern die Herz Check Up-Untersuchung.

 
 
 

Der Herz Check Up ist eine präventiv-medizinische Massnahmen für Ihr Herz, Kreislauf und Hirn

Herzkreislauferkrankungen sind Todesursache Nr. 1. Leider treten lebensbedrohliche Erkrankungen wie der Herzinfarkt oder ein Hirnschlag in vielen Fällen ohne Vorankündigung (silent killers) auf. Gegen 90 Prozent aller Herzinfarkte oder Hirnschläge werden von mess- und beeinflussbaren Risikofaktoren verursacht.

Wer seine Risikofaktoren (erhöhter Blutdruck, erhöhtes Cholesterin) kennt, kann mit dem Herz Check Up frühzeitig und vorbeugend etwas Wichtiges für seine Gesundheit tun.


Wann ist es Zeit für den Herz Check Up? Einmal im Leben, ab dem 50. Lebensjahr

Grundsätzlich ist jedem Menschen mindestens einmal im Leben ein Herz Check Up zu empfehlen. Die Zielgruppe sind Personen ab dem 50. Lebensjahr. In besonderen Situationen, wenn Risikofaktoren oder Vorerkrankungen vorhanden sind, wird der Herz Check Up schon früher empfohlen. Der Herz Check Up hat zum Ziel, die Risikofaktoren rechtzeitig zu erkennen und bei Bedarf zu behandeln oder zu korrigieren.


Wie verläuft der Herz Check Up? Nicht-invasiv, schmerzlos und ungefährlich

Der Herz Check Up “Basic” besteht aus einer Anamneseerhebung, einer gründlichen körperlichen Untersuchung einschliesslich einer Blutdruckmessung. Es folgen Blutentnahme (vorzugsweise ein paar Tage vor dem Untersuch). Zusammen mit technischen Tests können auch verschiedene Organfunktionen überprüft werden: Grosses Blutbild, Nieren-, Cholesterin- und Leberwerte, Blutzucker, Herzkreislaufrisikobestimmung, Lungenfunktionsprüfung, Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Erholungs-EKG, inkl. Blutdruck-Registrierung (Fahrrad-Ergometrie). 

Im erweiterten Herz Check Up “Plus” kommen folgende Untersuchungs-Methoden hinzu: Echokardiographie (Herzultraschalluntersuchung inkl. Ausmessen der Halsschlagader zur noch genaueren Risikostratifizierung bezüglich Arteriosklerose) und bei Bedarf auch Computertomographie der Herzkranzgefässe.

 
 

Herz Check up (Ablauf und Ergebnis) ...

Vor dem Herz Check Up

Ihre Kontaktaufnahme und Termin-Anmeldung. Mit der Terminbestätigung erhalten Sie einen Gesundheitsfragebogen zugesendet.

Am Herz Check Up Tag (2-3 Stunden)

Laboruntersuchung, medizinische Untersuchung, medizinische Diagnostik.

Nach dem Belastungs-EKG (Elektrokardiographie) auf dem Fahrrad haben Sie die Möglichkeit sich vor Ort zu duschen und wieder frisch zu machen (inkl. Badetuch).

Ärztliche Besprechung und Beratung (ca. 1 Stunde)

Alle medizinischen Untersuchungen und Ergebnisse werden mit dem untersuchenden Arzt besprochen. Inkl. Präventionsberatung und Herz Check Up Bericht.

Kosten für den Herz Check Up

Kosten auf Anfrage.

Der Herz Check Up ist eine Eigenprävention. In der Grundversicherung (KVG) ist der Herz Check Up i.d.R. nicht gedeckt. Die Kosten für den Herz Check Up werde teilweise über die Zusatzversicherung gedeckt. Beachten Sie, dass zusätzliche Tests und Untersuchungen separat bezahlt werden müssen.

Termine anfragen:

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder per Mail.

 

Schriftliche Untersuchungs-Dokumentation mit persönlicher Empfehlung

Nach Abschluss der Untersuchung findet ein zusammenfassendes Abschlussgespräch statt, in dem der Arzt den Patienten über die Befunde unterrichtet und Empfehlungen für mögliche, weitergehende Untersuchungen bespricht. Eine schriftliche Dokumentation der Untersuchung mit individuellen Empfehlungen wird dem Patienten abgegeben.


Kostenübernahme beim Herz Check Up

In der Grundversicherung (KVG) ist der Herz Check Up in der Regel nicht gedeckt. Es gibt jedoch Zusatzversicherungen, die zumindest einen Teil der Kosten übernehmen. Für Ihre Fragen zur Versicherung und Kostenübernahme stehen wir Ihnen zur Verfügung und übernehmen auch die Abklärungen mit Ihrer Krankenversicherung.


Herz Imaging

Die Bildgebung des Herzens (sogenanntes kardiales Imaging) umfasst verschiedene Modalitäten, welche von unserem Team von Herzspezialisten in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen der Radiologie Klinik Hirslanden angeboten werden:


Elektrokardiogramm (EKG)

Mit dem Elektrokardiogramm (EKG) können die Herzfrequenz, der Herzrhythmus und die Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern untersucht werden. Zur Diagnose werden Elektroden an Armen, Beinen und an der Brust rund um das Herz angebracht. Das Resultat wird in Kurven dargestellt und zur Therapiekontrolle oder zur Diagnose eines akuten Herzinfarkts oder von Herzrhythmusstörungen verwendet.


Ruhe-EGK, Belastungs-EKG und Langzeit-EKG

Beim Ruhe-EKG wird die Herzaktivität im Liegen aufgezeichnet. Beim Belastungs-EKG erfolgt die Messung währendem der Patient sein Herz vordefiniert mit dem Fahrradergometer belastet. Beim Langzeit-EKG wird die Herztätigkeit mit einem mobilen EKG-Aufzeichnungsgerät das der Patient mit sich führt über einen bis drei Tage aufgezeichnet.


Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie)

Die Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) ermöglicht eine allgemeine, nicht-invasive und patientenschonende Untersuchung des Herzens von aussen. Mit dem Ultraschall sind die Anatomie der einzelnen Herzkammern, die Pumpfunktionen und die Funktion der einzelnen Herzklappen gut und sicher erkennbar.


Transösophageale Echokardiographie (TEE)

Zur genaueren Beurteilung der Herzklappen und angeborener Herzfehler wird die Ultraschalluntersuchung über Speiseröhre (von innen) angewendet. Die ambulant durchgeführte Ultraschallmethode ergibt eine deutlich bessere Bildqualität. Beim sogenannten "Schluckecho" schluckt der Patient einen Schlauch mit einer Ultraschallsonde. Die Betäubung des Rachens und eine beruhigende Medikation ermöglichen eine patientenschonende Untersuchung.


3D-Spezialechos (3D-Echokardiographie)

Für eine dreidimensional Darstellung und Analyse des Herzens wird das gesamte Herz mittels 3D Spezialechos erfasst und dargestellt. Die 3D-Technik kommt insbesondere bei minimal-invasiven, interventionellen Behandlungen, wie der Katheterbasierten Herzklappentherapie, als Navigationshilfe zum Einsatz.


Herz-Szintigraphie (Myokardszintigraphie)

Für die bildlichen Analyse der Durchblutung und Vitalität des Herzmuskels, etwa bei Koronarer Herzkrankheit, wird das Spezialverfahren Herz-Szintigraphie eingesetzt. Das durch eine Ergometrie belastete Herz des Patienten und die Injektion von radioaktiven Markersubstanzen ermöglichen zeitlich gestaffelte Aufnahmen für eine Analyse der Herzmuskelzellen.


Herz-Computer-Tomographie (Cardio-CT)

Für die nicht-invasive Diagnostik kardiovaskulärer Erkrankungen, etwa bei Koronarer Herzkrankheit, wird die Herz-Computer-Tomographie eingesetzt. Die Computertomographie des Herzens ergibt Querschnittsbilder des Herzens, in denen die Verkalkung der Koronararterien (Herzkranzgefässe) erfasst werden kann. Das Resultat ermöglicht eine prognostische Aussage über das individuelle Herzinfarktrisiko des Patienten.


Herz-Magnetresonanz-Imaging (Cardio-MRI)

Die nicht-invasive Diagnostikmethode Herz-Magnetresonanz-Imaging ermöglicht es, ohne Strahlenbelastung ein umfassendes Bild von der Anatomie und der Funktionstüchtigkeit des Herzens, etwa bei Erkrankungen des Herzmuskels zu gewinnen. Das Resultat ermöglicht auch eine prognostische Aussage bezüglich dem Risiko von Herzrhythmusstörungen oder eines Herzinfarkts des Patienten.


Koronarangiographie

Für eine genaue Darstellung der Herzkranzgefässe und grossen Arterien, etwa bei Koronarer Herzkrankheit, wird die Koronarangiographie eingesetzt. Das invasive Diagnostikverfahren erfolgt unter Narkose des Patienten. Das über einen Herzkatheter (Unterarm- oder Leistenarterie) in die Herzkranzgefässe injizierte Röntgenkontrastmittel wird mittels Röntgenstrahlen sichtbar gemacht und für die Diagnostik und Behandlung der Herzkrangefässe eingesetzt.


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